Keiner will für Nutzung zahlen

Bürger lehnen Gebühren für Gemeinschaftshäuser ab

Benutzungsgebühren für die Dorfgemeinschaftshäuser zu zahlen - dazu sind die Heidenroder nicht bereit. Für Wasser aus eigenen Brunnen aber würden viele höhere Gebühren in Kauf nehmen. Dieses Meinungsbild zeichnete sich jedenfalls bei der Bürgerversammlung am Freitag Abend in der Hupperter Limeshalle ab, zu der rund 100 Bürger gekommen waren.

Rund drei Stunden dauerte die lebhafte Aussprache zwischen den Fraktionsvorsitzenden, dem Bürgermeister und den Bürgern über die heiß umstrittenen Themen. Besonders über die vom Land zur Bedingung gemachten Gebühren für die Gemeinschaftshäuser ist die Empörung groß. „Wir bezahlen mehr und müssen mehr tun; jetzt sollen wir noch die Dorfgemeinschaftshäuser übernehmen - das kann nicht sein“, ereiferte sich beispielsweise der Zorner Ortsvorsteher Thorsten Eckel. Immerhin seien die schon mit viel ehrenamtlichen Engagement entstanden, ergänzte eine Dame. Ohnehin seien die von den Bürgern schon bisher erbrachten Leistungen mehr wert als die Summe, die jetzt durch Benutzungsgebühren eingenommen werden solll, versicherte der Dickschieder Ortsvorsteher Harald Massmig. Den Nachweis will er mit einer entsprechenden Aufstellung aller freiwilligen Aktivitäten antreten.

Die Bereitschaft, etwas zusätzlich zu dem, was bereits getan werde, zur Lösung beizusteuern, wolle das Ministerium erkennen, verdeutlichte FDP-Vertreter Stefan Müller, der als Landtagsabgeordneter die Heidenroder Probleme in Wiesbaden schon mehrfach angesprochen hat. Allerdings, so Müller weiter, werde das Land mit einem Schuldenfonds (siehe Infokasten) auch seinen Beitrag leisten.

Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren schon viele Beiträge geleistet, „die Zitrone ist ausgepresst“, entgegnete Bürgermeister Harald Schmelzeisen (SPD), und SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Diefenbach bekräftigte: „Wir werden den Bedingungen nicht zustimmen“, andernfalls werde „das Stöckchen, über das wir springen sollen, im nächsten Jahr noch ein bisschen höher gehängt“. Nachdem den Kommunen systematisch die Finanzierungsgrundlagen entzogen worden seien, müsse die Verschuldung konzeptionell gelöst werden, forderte Diefenbach. Jegliche Gebührenerhöhung lehnt auch die BIH ab.

Die Bürger nicht belasten, die halbe Million Zuschuss aus dem Landesausgleichsstock trotzdem nicht „sausen“ lassen, dafür plädiert die CDU. Deren Fraktionschef Mattthias Bremser sieht den Bürgermeister in der Pflicht, mit Sparideen die Bedingungen zu erfüllen. Bei den geforderten Benutzungsgebühren gehe es um einen symbolischen Beitrag zur Lösung der Misere, in die sich Heidenrod manövriert habe, so Thomas Giebel (Grüne). Städte wie Wiesbaden und Frankfurt würden nicht einsehen zu zahlen, „damit wir schön im Grünen wohnen“.

Viel Frust über die Misere war in etlichen Beiträgen herauszuhören: „Was macht denn das Leben in Heidenrod überhaupt noch lebenswert?“ wollte einer wissen. Doch darauf hatte der Bürgermeister eine überzeugende Antwort parat: „Weil bei uns bis auf die Finanzen alles stimmt.“

Die Sorge um die Qualität und die Angst vor der Abhängigkeit von „Monopolisten“ bestimmte die Debatte darüber, ob die Versorgung mit Trinkwasser in Zukunft weiterhin überwiegend aus eigenen Quellen oder mit zusätzlichem Bezug vom Wasserbeschaffungsverband sichergestellt werden soll. Besonders diejenigen, die derzeit in den Genuss des weniger kalkhaltigen eigenen Wassers kommen, wollen sich „nicht verschlechtern“, wie ein Redner aus Algenroth betonte. Dafür wolle man auch gerne höhere Gebühren in Kauf nehmen. „Ganz so schlimm ist das WBV-Wasser auch nicht“, entgegnete der Vorsitzende der Gemeindevertreterung, Roger Weber, die Befürchtung, man werde sich in Zukunft wegen des Kalks alle zwei Jahre eine neue Waschmaschine kaufen müssen. Diejenigen, bei denen schon jetzt ausschließlich WBV-Wasser aus dem Hahn kommt, äußerten sich nicht. Einen höheren Preis müssten allerdings auch sie zahlen, damit in einigen Ortsteilen weiterhin nur eigenes Wasser fließt.

Quelle:

Keiner will für Nutzung zahlen (Wiesbadener Tagblatt, 01.11.2010)

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Springer News

 

Der SCC präsentiert Ramon Chormann - De Pälzer

Nach seinen beiden Erfolgsprogrammen HAUSMACHER, in dem es buchstäblich um die Worscht ging, und SCHNUUDEMACHER, in dem "de Pälzer" die Gesichter und Grimassen seiner Mitmenschen analysierte, schaut er nun in seinem dritten Bühnenprogramm "Des isses jo!" den Leuten wieder "aufs Maul". Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man "Des isses jo!" in einem Gespräch fast immer antworten kann? Es gibt aber eine Menge weiterer Floskeln, über sich Ramon Chormann "uffreescht" und in Rage babbelt und diese allgemein gebrauchten Oberflächlichkeiten persifliert und als roten Faden durch das ganze Programm zieht. Natürlich gibt es auch wieder viele Alltagsgeschehnisse, die er im (oft spontanen) Dialog mit dem Publikum verarbeiten muss: Ob Sonderangebote in Angebotsblättchen, Probleme bei der Pfandflaschenrückgabe, Diäten, den Benzinpreis, und selbstverständlich eines seiner Lieblingsthemen Ordnung bzw. Unordnung. Es Zuchtheislers Annemarie un es Dummbeitels Heinz dürfen dabei nicht fehlen und musikalisch wird es auch mit neuen Liedern wie "Babbel net un mach doch einfach", "Unromantisch" über das Pech mit unromantischen Frauen oder die Helden-Träumerei, in der er so gern James Bond wäre, doch jeder sagt nur: "Geh heim Agent".

Quelle: Zeitungszitate

Am 28. September 2012

kommt der Mundart-Comedian

zum SCC-Springen nach Heidenrod-Springen.

 

Der Kartenvorverkauf zum Comedy-.Abend ist am Sonntag, 06. Mai 2012 um 11 Uhr in der Dornbachhalle.

Auflagen trifft Vereine hart

Die Auflagen, die an die Zuwendungen aus dem Landesausgleichsstock geknüpft sind, treffen die Vereine hart. Sollten die zukünftigen Gebühren von 10 - 20 Euro pro Stunde für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser bestehen bleiben, würde dies das Aus für viele Aktivitäten und womöglich auch für die Vereine selbst bedeuten.Wir halten euch hier in unregelmäßigen Abständen über die Problematik auf dem Laufenden.Petition zur Vorlage beim Hess. Ministerium des Innern und für Sport, Herrn Minister Boris Rhein Petition NutzungsentgelteAnschreiben zur aktuell auch in eurem Ortsteil laufenden Unterschriftenaktion: Anschreiben Unterschriftensammlung Zu den einzelnen Artikeln geht es hier lang

Dorffest 2009 - Rückblick

200 ehemalige Mitbürger kehren beim Dorffest zurück / Anreise aus Kanada und Norderney

Horst Weber grüßt mit "Moin", wo sonst ein "Guude" üblich ist. Seit 41 Jahren lebt er mittlerweile auf Norderney, das macht die Sprachwahl verständlich. Gut sechs Jahre seines Lebens hat er allerdings in Springen verbracht und dahin ist der 69-Jährige nun zurückgekehrt anlässlich des großen Dorffestes.

Heimatfreunde Springen

Eine Gruppe engagierter Mitbürger gründet den Heimatverein Springen e.V. i.G.

Dieser macht es sich zur Aufgabe, Altes zu bewahren und weiter zu geben an die folgenden Generationen. Vergessenes soll wieder erwachen und es soll ein Zeitdokument über unser Dorf und unseren Landstrich erstellt werden.

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