Heidenrod will Einwohner nicht stärker zur Kasse bitten

Vertreter aus Innenministerium ermahnt Gemeinde

Die SPD bleibt bei ihrer strikten Ablehnung aller Bedingungen, die das Land an die Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock knüpft. Daran änderte auch die eindringliche Mahnung eines hohen Beamten aus dem Innenministerium nichts, der am Mittwochabend an der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses teilnahm. Ministerialdirigent Matthias Graf, Leiter der Kommunalabteilung, hatte sich gut vorbereitet, um den Heidenrodern zu erklären, dass andere Kommunen in Hessen mit einer vergleichbaren Struktur erheblich besser mit ihren Finanzen zurande kommen. Dafür bitten sie ihre Bürger etwa bei den Gebühren für Wasser und Abwasser deutlich stärker zur Kasse. Mehr als sechs Euro pro Kubikmeter müssen beispielsweise die Bürger der Gemeinde Ulrichstein im Vogelsbergkreis für die Abwasserbeseitigung zahlen, in Heidenrod liegt der Preis derzeit bei 4,37 Euro. Und auch an anderer Stelle ist Heidenrod großzügig: Dem sehr hohen Pro-Kopf-Defizit von derzeit etwa 1 400 Euro steht einer der niedrigsten Hebesätze bei der Grundsteuer B gegenüber. Im Landesdurchschnitt liegt der bei 323 Prozent, hier nur bei 280 Punkten. Bei den Straßenbeiträgen gelten für die Bürger von Heidenrod ebenfalls mildere Maßstäbe als anderswo.

Wenn die Gemeinde nun über den Landesausgleichsstock, der aus dem kommunalen Finanzausgleich finanziert wird, die Solidarität der anderen Kommunen in Anspruch nehmen wolle, „müssen Sie sich bewegen“, so Graf an die Adresse der Kommunalpolitiker. Immerhin verlange das Ministerium noch nicht einmal kostendeckende Gebühren; auch die geforderten Nutzungsentgelte für die Dorfgemeinschaftshäuser seien kein voller Ausgleich der Kosten. Es gehe um das Signal, dass die, die Leistungen der Gemeinde in Anspruch nehmen, diese auch bezahlen müssten.

Gebot der Solidarität?

Auf Hilfe von außen könne die Gemeinde nur sehr begrenzt hoffen: Das Land sei selbst hoch verschuldet. Gleichwohl werde man diesen Versuch mit dem für 2012 geplanten Schuldenfonds für Kommunen starten. Was allerdings nur funktioniert, wenn anschließend nicht wieder neue Defizite im Haushalt auflaufen. Auf Einnahmen von 6,4 Millionen Euro habe die Gemeinde in zehn Jahren verzichtet; dabei wären die Verbesserungen nicht nur möglich, sondern zum großen Teil sogar gesetzlich vorgeschrieben gewesen.

Die SPD ist anderer Auffassung. Den Kommunen seien die Finanzierungsgrundlagen systematisch entzogen worden, beklagte Volker Diefenbach, das hohe Defizit sei vor allem diesem Umstand geschuldet. Allein könne die Gemeinde das Haushaltsdefizit von 4,3 Millionen Euro nicht schließen. Man sei bereit, große Belastungen auf sich zu nehmen - dann müsse es aber eine Perspektive geben. „Wenn Sie mit dem Rettungsschirm so weit sind, können wir noch mal reden. Vorher haben wir keinen Diskussionsbedarf“, so die schroffe Absage.

Die Gemeinde stehe in einem Wettbewerb um Einwohner, in dem hohe Gebühren ein Nachteil darstellten, ergänzte Arno Brandscheid. Dass den Vereinen besonders die geforderten Benutzungsentgelte für die Hallen wehtun, machte Siegfried Pohl deutlich. Man könne keinem, der ehrenamtlich eine Grünanlage gepflegt habe, klar machen, dass er nun auch noch für die Nutzung der Halle zahlen solle. Die Argumente schienen auch den Vertreter des Ministeriums zu beeindrucken, jedenfalls ließ er mit Blick auf die geringen Einnahmen durch Nutzungsgebühren Verhandlungsbereitschaft durchblicken. Ein weiteres Gespräch ist am 15. November geplant.

Quelle:

Heidenrod will Einwohner nicht stärker zur Kasse bitten (Wiesbadener Kurier, 05.11.2010)

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Springer News

 

Der SCC präsentiert Ramon Chormann - De Pälzer

Nach seinen beiden Erfolgsprogrammen HAUSMACHER, in dem es buchstäblich um die Worscht ging, und SCHNUUDEMACHER, in dem "de Pälzer" die Gesichter und Grimassen seiner Mitmenschen analysierte, schaut er nun in seinem dritten Bühnenprogramm "Des isses jo!" den Leuten wieder "aufs Maul". Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man "Des isses jo!" in einem Gespräch fast immer antworten kann? Es gibt aber eine Menge weiterer Floskeln, über sich Ramon Chormann "uffreescht" und in Rage babbelt und diese allgemein gebrauchten Oberflächlichkeiten persifliert und als roten Faden durch das ganze Programm zieht. Natürlich gibt es auch wieder viele Alltagsgeschehnisse, die er im (oft spontanen) Dialog mit dem Publikum verarbeiten muss: Ob Sonderangebote in Angebotsblättchen, Probleme bei der Pfandflaschenrückgabe, Diäten, den Benzinpreis, und selbstverständlich eines seiner Lieblingsthemen Ordnung bzw. Unordnung. Es Zuchtheislers Annemarie un es Dummbeitels Heinz dürfen dabei nicht fehlen und musikalisch wird es auch mit neuen Liedern wie "Babbel net un mach doch einfach", "Unromantisch" über das Pech mit unromantischen Frauen oder die Helden-Träumerei, in der er so gern James Bond wäre, doch jeder sagt nur: "Geh heim Agent".

Quelle: Zeitungszitate

Am 28. September 2012

kommt der Mundart-Comedian

zum SCC-Springen nach Heidenrod-Springen.

 

Der Kartenvorverkauf zum Comedy-.Abend ist am Sonntag, 06. Mai 2012 um 11 Uhr in der Dornbachhalle.

Auflagen trifft Vereine hart

Die Auflagen, die an die Zuwendungen aus dem Landesausgleichsstock geknüpft sind, treffen die Vereine hart. Sollten die zukünftigen Gebühren von 10 - 20 Euro pro Stunde für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser bestehen bleiben, würde dies das Aus für viele Aktivitäten und womöglich auch für die Vereine selbst bedeuten.Wir halten euch hier in unregelmäßigen Abständen über die Problematik auf dem Laufenden.Petition zur Vorlage beim Hess. Ministerium des Innern und für Sport, Herrn Minister Boris Rhein Petition NutzungsentgelteAnschreiben zur aktuell auch in eurem Ortsteil laufenden Unterschriftenaktion: Anschreiben Unterschriftensammlung Zu den einzelnen Artikeln geht es hier lang

Dorffest 2009 - Rückblick

200 ehemalige Mitbürger kehren beim Dorffest zurück / Anreise aus Kanada und Norderney

Horst Weber grüßt mit "Moin", wo sonst ein "Guude" üblich ist. Seit 41 Jahren lebt er mittlerweile auf Norderney, das macht die Sprachwahl verständlich. Gut sechs Jahre seines Lebens hat er allerdings in Springen verbracht und dahin ist der 69-Jährige nun zurückgekehrt anlässlich des großen Dorffestes.

Heimatfreunde Springen

Eine Gruppe engagierter Mitbürger gründet den Heimatverein Springen e.V. i.G.

Dieser macht es sich zur Aufgabe, Altes zu bewahren und weiter zu geben an die folgenden Generationen. Vergessenes soll wieder erwachen und es soll ein Zeitdokument über unser Dorf und unseren Landstrich erstellt werden.

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